Der Kandidat hatte 110 Punkte

Garvin hat vorgestern den ersten (und hoffentlich einzigen) Release-Candidate für Serendipity 2.0 freigegeben.

Für das kleine Entwicklerteam der „besten Blogengine der Welt“ bedeutet das knapp 6 Monate nach Beginn der Beta-Phase nach 110 geschlossenen Issues den Abschluss einer weiteren Phase einer Entwicklung, die mittlerweile insgesamt über zwei Jahre andauert.

Wahnsinn.

Zur Erinnerung: Das primäre Ziel von Serendipity 2.0 ist die Modernisierung des Backends, gleichzeitig aber auch viele andere Verbesserungen am Kern. Und natürlich sind wir noch lange nicht fertig

Danke!

Für mich als reinen Frontend-Entwickler war es eine ziemliche Herausforderung, dieses Backend umzubauen bzw. „das neue Frontend für's Backend“ zu gestalten und zu entwickeln. Das wäre ohne Hilfe überhaupt nicht möglich gewesen, daher an dieser Stelle ein fettes Danke an:

  • zuerst mal: Malte, der die ganzen zwei Jahre vom Dev-Team wohl am engsten mit am Backend dran war, obwohl er zwischendurch noch „mal eben ausgewandert“ ist
  • den Rest des Dev-Teams – Ian, Garvin und Matthias; ich bin irre stolz darauf, dass wir diese nicht ganz kleine Aufgabe mit einer Handvoll Entwickler gewuppt haben, obwohl zwischendurch auch mal hitzig diskutiert wurde
  • alle Alphatester, die bereits in sehr frühen Stadien des neuen Backend sehr wertvolles Feedback geliefert haben, insbesondere die Kommilitonen von Malte, die nicht einmal s9y-Nutzer sind
  • alle mutigen Tester aus der s9y-Community, die zum Teil schon seit Monaten die Beta-Versionen geduldig – teilweise in produktiven Blogs – testen und Fehler melden; unterschätzt Eure Mitarbeit bitte nicht, sie ist unglaublich wichtig für das Entwicklerteam

Bitte

Ein Wunsch – ich denke mal des ganzen s9y-Teams – wäre, dass die Version 2.0 bzw. vielleicht schon deren RC manch einen dazu veranlasst, sich Serendipity vielleicht mal (wieder) anzugucken. Ich höre relativ oft von Leuten, sie hätten sich Serendipity schon mal angesehen – hake ich dann aber nach, stellt sich meistens heraus, dass das (relativ abschätzige) Urteil auf einer steinalten Version basiert. Serendipity entwickelt sich – natürlich tut es das langsamer als ähnliche Systeme, hinter denen eine sehr viel größere, teils kommerzielle oder gekickstarterte Entwicklungsabteilung steht, aber es entwickelt sich.

Disclaimer: 2.0-rc1 ist und bleibt ein Release-Candidate, also eine noch nicht ganz fertige Software. Wenn Ihr nicht wisst, was Ihr tut und wie Ihr ggf. ein Backup des 1.x-Systems wieder herstellt, müsst Ihr nicht jetzt auf 2.0 updaten – Abwärtskompatibilität gehört zur Philosopie des Serendipity-Projektes, die 1.x-Version wird noch eine Weile zumindest mit Patches und Fixes versorgt.