#LR16: Die erste Planänderung

Ja, ich weiß – ich hatte angedeutet, dass es als ersten Schritt ein grobes Layout geben könnte und dass dieses Layout ein Zweispalter mit Seitenleiste sein könnte. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger finde ich das eine angemessene Präsentation meiner Inhalte. Und deshalb gibt es erstmal weiter gar kein Layout.

Im Zweifel für den Einspalter

Es mag die Gewöhnung des vorigen Themes sein, es mögen Auswirkungen der allgegenwärtigen Präsenz von Medium-Artikeln sein – ich finde, dass ein einspaltiges, lineares Layout (wie vorher) die beste Art ist, meine Texte zu präsentieren. Das bisschen, was man in der „Seitenleiste“ (die dann eben unten im Seitenfuß wäre) anzeigt, ist nicht so wichtig wie die Lesbarkeit der – zum Teil recht langen – Texte. Außerdem mag ich es, Marginalien (in den größeren Auflösungen) zur Verfügung haben, sei es für Bildunterschriften, Pullquotes oder Anmerkungen. Warum sollte der Leser ständig rechts neben dem Text, um den es ihm eigentlich geht, mein Foto und Social-Media-Links sehen? Eben.

Typografie

Damit sind wird beim nächsten Problem: Ich möchte gern einen typolastigen Einspalter haben, vorzugsweise mit einer Serifen-Schrift. Für meinen Geschmack wirken schlichte, schwarz-auf-weiße Layouts immer besser in Serif – stellt sich heraus: es ist gar nicht so einfach, eine Serifen-Schrift zu finden, die mir gefällt, frei verfügbar ist (weil das Theme Open Source bleiben soll) und mindestens die vier üblichen Schriftschnitte hat.

Derzeit in der engeren Auswahl sind:

  • Alegreya – eine wirklich schöne Schrift, leichtgewichtig; leider (für meine Augen) erst ab 20 Pixel so richtig angenehm lesbar
  • Vollkorn – ebenfalls wunderschön, ebenfalls eher klein ausfallend; in fett ist sie mir eigentlich zu fett, aber es gibt sie inzwischen auch in Semibold (nur nicht bei Google)
  • Merriweather – fällt größer aus, ist mir aber selbst in Regular ein wenig zu „schwer“ und relativ weit verbreitet

Ich neige zu Vollkorn, allerdings müsste ich die selbst hosten und nicht einfach per Google Webfonts einbinden. Das ist ein wenig mehr Aufwand, könnte aber lohnend sein (allein schon wegen der Ligaturen). Falls noch jemand andere Vorschläge hat, nur zu.

Was ist denn hier jetzt neu?

Ein paar Änderungen habe ich soeben doch als v0.2.0 live gestellt, hauptsächlich in der „Seitenleiste“:

  • Info-Box mit Bild, Text und Link (zu einer Seite, auf der dann mehr steht)
  • Service-Navigation im Footer mit Links zu Impressum und Datenschutz
  • HTML5-Suchformular (input[type="search"])
  • zwei Metaelemente (robots und canonical) im <head>
  • konfigurierbare Social-Media-Links mit SVG-Icons; nach langer Suche fiel die Wahl auf Socialcons, weil nur die alle Dienste haben, die ich wollte

Das Meiste davon ist über die sogenannten Theme-Optionen in Serendipity konfigurierbar, und zur Übersichtlichkeit sind die Theme-Optionen für blog-theme gruppiert. Das geht schon eine ganze Weile in s9y-Themes, aber zum ersten Mal so richtig genutzt hat es Don Chambers in clean-blog. Sehr praktisch, wenn man viele Theme-Optionen hat, von denen jeweils mehrere zusammen gehören. Es braucht nur ein wenig PHP-Code in der config.inc.php.

Screenshot Theme-Optionen
Die gruppierten Theme-Optionen im Serendipity-Backend

Bemerkenswert an den Social-Icons ist außerdem, dass sie über ein „echtes“ SVG-Sprite eingebunden werden, eine Technik, die aufgrund der Browserunterstützung noch selten eingesetzt wird, der aber definitiv (wie SVG im Allgemeinen) die Zukunft gehört. Sven hat schon 2014 alles, was man dazu wissen muss zusammengeschrieben. Der große Vorteil an skalierbaren Vektorgrafiken: sie sind unabhängig von der Größe der Grafik und der Auslösung des Displays (Stichwort: Retina/HDPI) gestochen scharf.

Ich denke, der nächste Schritt werden jetzt Webfont und Layout, aber wie man an diesem Artikel sieht, kann sich das auch nochmal ändern. Eventuell folgt zwischendurch nochmal ein Artikel ohne neue Version des Themes, um mal in Ruhe über die zukünftige Optik nachzudenken. Im Moment habe ich immer das Gefühl, ich müsste in jedem #LR16-Artikel irre viele Informationen unterbringen.