#LR16: Farbe (naja – eine)

Nur einen Schritt später sieht das Blog gleich komplett anders aus. ;-) Vergleichen wir mal mit der Liste von neulich:

  1. Hauptnavigation ✔
  2. Infobereich im Footer ✔
  3. Kommentare, ggf. mit Verschachtelung
  4. Links im Inhaltsbereich ✔
  5. Schriftzug im Header
  6. Syntaxhighlighting ✔

Macht drei von fünf plus eins, auch wenn ich mir weiterhin vorbehalte, morgen alles rückgängig und/oder komplett anders zu machen. Auch so ein interessanter Aspekt eines Live-Redesigns – man hat das Gefühl, in jedem Artikel dazu mindestens zwei Designentscheidungen rechtfertigen zu müssen.

Warum so schlicht, warum wieder einspaltig?

Gestern hat es jemand schön in einem Tweet zusammengefasst:

(Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass ich am selben Tag zufällig auf dem Blog war, auf das sich der Tweet bezog. Es ist keins, das ich regelmäßig lese, und man möchte es am liebsten direkt und komplett in Instapaper kippen. Brrr.)

Hinzu kommt: 95% der im Web verfügbaren Informationen liegen in Textform vor. Deshalb ist es so überaus wichtig, Text angenehm lesbar zu machen. Unter anderem deshalb sind Plattformen wie Medium, Tools wie Instapaper und Blogsysteme wie Ghost so große Erfolge – weil sie sich auf das Wesentliche konzentrieren und weil sie Artikel auf das Wesentliche reduzieren. Deshalb hat jeder Editor heutzutage einen „ablenkungsfreien Modus“.

Das ist hier im Blog ja nicht anders – ich nehme mir immer vor, in jeden Artikel mindestens ein Schmuckbild einzubauen, aber ich finde nicht immer eines und bin dann zu faul, mehr Zeit zu investieren. Es ist inhaltlich auch nicht nötig, viele Artikel funktionieren rein in Textform mit Syntaxhighlighting für Quelltextblöcke (das macht übrigens weiterhin Prism, aber ab sofort mit dem Standardtheme) gut. Ich glaube, durchschnittliche Besucher des Blogs wären bei Bedarf auch technisch und gedanklich in der Lage, sich eine URL (und mehr ist Sharing doch letztlich nicht) aus der Adresszeile des Browsers zu kopieren und die paar Sachen, die ich hier in eine Seitenleiste packen würde (Suche, Kategorien, Tags, RSS-Feed) ließen sich problemlos anderweitig integrieren.

Warum farblich so schlicht? Ich finde, insbesondere lange Texte wirken so besser. Auch da wieder – es hat ja Gründe, warum Medium und Instapaper schwarz auf weiß gesetzt sind. Ja, es ist hier ein leicht abgetöntes „Wollweiß“ und das Schwarz ist technisch gesehen nicht „ganz schwarz“, weil das weniger grell wirkt. Ich habe mich, wie man sieht, sogar überwunden und als zu Schwarz, Weiß und diversen Graustufen kontrastierende Linkfarbe ein fast schon grelles Rot gewählt. Ganz zu schweigen von diesem schrecklich bunten Etwas bei den Social-Media-Links.

Was kommt als Nächstes?

Momentan zerbreche ich mir den Kopf, wie die Kommentare aussehen sollen, und wenn mir da was einfällt bin ich geneigt, den Hinweis auf das Redesign am Anfang der Seite schon rauszunehmen. Das heißt nicht, dass das Theme dann „fertig“ wäre, aber dann sieht es zumindest nicht mehr so nach „Soll das so?!“ aus – und der Hinweis da oben nervt mich zumindest mittlerweile sehr. Alles andere kann dann wirklich nach und nach erfolgen.

Vermutlich morgen gibt es dann erstmal einen Artikel über diese Social-Media-Icons und warum echte SVG-Sprites manchmal doch nicht ganz so großartig sind. Aber dazu muss ich erstmal Beispiele bauen.