YellowLeds Weblog v2

Artikel über Webdesign, Webstandards und Serendipity von Matthias Mees

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Eine ehrliche, verständliche, aber eben leider nicht ausreichende Datenschutzerklärung

Das Thema #DSGVO kann jetzt langsam echt keinen mehr schocken. Wie ich neulich berichtete, habe auch ich ein paar Anpassungen, u.A. an der Datenschutzerklärung vorgenommen. Nur: das versteht und vor allem liest natürlich keine Sau. Ist ja auch kein Wunder, die Datenschutzerklärung ist etwa dreimal so lang wie meine Abiturklausur in Englisch, und die war schon kein Straßenfeger.

Falls Ihr aber wirklich wissen wollt, was hier im Blog ggf. mit Euren Daten passiert, so sieht's aus:

  • Setze ich Cookies? Logisch. Der Betrieb einer PHP-Blogsoftware ohne Cookies ist praktisch kaum möglich. Nix davon ist für den einfachen Blogbesucher irgendwie schädlich, im Gegenteil. Das Blog merkt sich Eure Daten im Kommentarformular, wenn Ihr das zulasst. (Ja, nur dann.) Ansonsten erzeugt es kleinere Bilder für kleinere Bildschirme und guckt, ob der Webfont im Browsercache liegt. Nix Wildes.
  • Tracke ich Eure Besuche? Nein. Nicht in Google Analytics, nicht in Piwik, nicht in Serendipity. Interessiert mich nicht.
  • Speichere ich Daten, etwa bei Kommentaren? Klar. Wenn Ihr einen Kommentar abgebt, werden die angegebenen Daten in der Datenbank gespeichert. Es steht Euch frei, einen Künstlernamen oder eine falsche Email-Adresse anzugeben, insofern sehe ich das Problem nicht so ganz.
  • Wenn Ihr meint, mich über das Kontaktformular oder sonstwie per Email nerven zu müssen, werdet Ihr damit leben müssen, dass ich Euren Namen, Eure Adresse und Eure Email zumindest eine Weile aufhebe. Pech gehabt, Ihr habt angefangen.
  • Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich in Serendipity nix mehr logge bzw. Logdateien anonymisiert speichere. Wer sagt mir denn, dass das Eure IP-Adresse ist und nicht die eines größeren Netzwerks oder VPN? Eben. (Macht übrigens auch mein Hoster so. Also: anonymisiert speichern. In Logfiles. Sprich: Da steht dann nicht 192.168.3.12, sondern 192.168.0.0, und damit kann ich Euch gar nix.)
  • Ab und zu binde ich mal einen Tweet oder ein YouTube-Video in einen Beitrag ein, da kann's dann mal sein, dass Twitter oder Google Eure IP bekommen. Ich versuche, immer daran zu denken, bei YouTube den nocookie-Modus zu verwenden, aber auch der überträgt schon Daten an YouTube, las ich. Es gibt kein Plugin für Serendipity, um das irgendwie anders™ zu lösen – also z.B. nur ein lokal abgelegtes Thumbnail anzeigen und erst nach Klick Zeugs von YouTube laden –, und wenn's nie eins geben sollte, kann ich da halt auch nix machen. Ich wechsele nicht die Blogsoftware, weil irgendwelche Datenschutzfreaks meinen, das müsste so. Klickt nicht Play, dann weiß YouTube quasi nix von Euch. Fertig ist der Lack.
  • Außerdem könnt Ihr aus beidem rausopten, im Browser Cookies ablehnen und mal ganz ehrlich: Es zwingt Euch halt auch keiner, mein Popelblog zu lesen oder hier Kommentare abzugeben. Und wenn Ihr in den Kommentaren Scheiße labert, dann lösche ich die halt. Bums. Meine Hütte, meine Regeln.

Guckt, so simpel, kurz und relativ verständlich könnte das alles gewesen sein. Mal eben runtergeschrieben, statt drei Wochen zu recherchieren und vier Generatoren auszuprobieren, aber das ist dann halt nicht wasserdicht und abmahnfest. (Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass dieser Text quasi Satire ist und nicht die offizielle Datenschutzerklärung ersetzt.)